PFARREIFORUM

Pfarreiforum Dezember 2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 2.7 MB

Der Monat Dezember - die Zeit des Schenkens

Wir beschenken die Kinder am Nikolaus-Fest, dem 6. Dezember. Und am 24./25. Dezember, aus Anlass der Geburt unseres Erlösers, beschenken wir uns gegenseitig. Ob klein, ob groß, alle versuchen an diesem Tag, denen, die ihnen am Herzen liegen, eine besondere Freude zu machen. Warum gerade im Dezember?

Weil wir als Christen in diesem Monat leuchtende Gestalten schenkender Großzügigkeit feiern. Der hl. Nikolaus veranlasst uns, die Kinder und Jugendlichen das Angenehme und Kostbare des Lebens spüren zu lassen, auch wenn wir in der Erziehung manchmal andere Saiten aufziehen müssen.

Und an Weihnachten ist Gott der große Schenkende, denn in der Geburt seines Sohnes schenkt er uns sich selbst und damit Anteil an seinem göttlichen Leben. Das strahlende Kind in der Krippe macht uns deutlich, dass wir göttlich gewollt und göttlich geliebt sind. Dieses Geheimnis gibt unserem Leben so sehr Tiefe und Gewicht, Wärme und Würde, dass man sagen kann: Weihnachten ist das Geschenk der Geschenke an uns Menschen. Alle die Geschenke, die wir einander machen und durch die wir uns Wohlwollen bezeugen, sind kleine Funken aus dem großen Feuer, das Gott an Weihnachten angezündet hat, um die Dunkelheiten von Unsicherheit und Verlassenheit zu erhellen. Jedes echte Schenken ist etwas, das wir mit Gott zusammen tun; es macht uns Gott ähnlich.

Von daher rührt es, dass der, der schenkt, immer auch beschenkt ist – nämlich mit dem Gefühl, durch das, was er getan hat, Gott nahe zu sein. Und dieses Gefühl trügt nicht, denn im Kind von Weihnachten wird sichtbar, wie nahe Gott uns tatsächlich ist.

 

Pater Dr. Markus Schulze