„Baue mit“.

 

 

 

39 junge Menschen aus Oberbüren, Niederbüren, Niederwil und Sonnental haben am Samstag von Bischof Markus Büchel das Firmsakrament empfangen.

 

Es war ein beeindruckender Gottesdienst in der Niederbürer Pfarrkirche St. Michael, wo sich Firmandinnen und Firmanden mit Patinnen und Paten und vielen Angehörigen eingefunden hatten. Seit Anfang Jahr hatten sie sich intensiv auf diesen Tag vorbereitet mit Gesprächen und Gruppenabenden, Gedankenaustausch, Informationen und gelebter Gemeinschaft. Als Höhepunkt stand die Reise nach Rom auf dem Plan. Besonders in Erinnerung bleibt allen die Begegnung auf dem Kirchplatz, wo jedes eine Glückslaterne mit den persönlichen Wünschen in den Himmel steigen liess. Das Leuchten der Laternen soll sie auf ihrem weiteren Weg bestärken. 

 

 

 

Freude und Dankbarkeit
Joël Praudisch begrüsste die Anwesenden, besonders die Priester und Bischof Markus. Er dankte allen, welche die Firmandinnen und Firmanden auf ihrem Weg begleitet, unterstützt und zum Empfang der sieben Gaben des Heiligen Geistes motiviert haben, die da sind: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Sie sollen und werden ihnen weiterhin Kraft zur Verantwortung in der Kirche Gottes geben und ihren Lebensweg positiv beeinflussen. „Der Firmweg geht heute zu Ende, nicht jedoch unser Glaubensweg“ betonte Joël zum Schluss. 

 

 

 

Geschichte zum Thema
Drei Steinmetze arbeiteten an den Grundmauern einer Kathedrale. Zum Apassen mussten sie teilweise mit dem Hammer bearbeitet werden. Ein vorbeigehender Passant wollte wissen, was sie da tun: „Ich bearbeite einen Stein“, meinte der erste mürrisch. „Na, ich errichte eine Mauer“ meinte der zweite. Der dritte Steinmetz antwortete stolz "Ich baue eine Kathedrale“ - und was baue ich? "Menschen können eine Kathedrale des Lebens bauen, das Firmsakrament ist ein weiterer kräftiger Stein im Fundament des Glaubens" betonte Rolf Tihanyi, der den Firmweg geleitet hatte. 

 

 

 

Selber aktiv sein
Aus einer Geschenkschachtel nahm Bischof Markus einen USB-Stick und einen winzigen Sonnenblumenkern. Er meinte: "Der Stick ist ein kleines Wunderwerk, allerdings dumm und faul. Von selbst macht er nichts, der Kern hingegen wächst ohne das Zutun der Menschen bei guten Bedingungen zu einer prächtigen Blume, einem Zeichen der Schöpferkraft. In jedem Menschen ist ein guter Kern, der das Menschsein ausmacht und den Geist öffnet für das Wort Gottes" betonte er. 

 

 

 

Der grosse Augenblick
Die Lesung erzählte die Geschichte vom Pfingstwunder, und das Evangelium von der Taufe Jesus durch Johannes im Jordan, wo Gott ein Bekenntnis zum Menschen gab. Nach der Taufgelübde-Erneuerung mit der Bereitschaftserklärung las Simon Züger stellvertretend für alle das eindrückliche Firmversprechen. Jeder und jede Firmand/Firmandin trat mit seinem Firmpaten/-patin vor den Bischof. Er legte ihm die Hand auf, zeichnete mit Chrisam ein Kreuz auf die Stirn und sprach: „(Name des Firmlings) sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist“. Für jeden hatte er dann persönliche, herzliche Worte des Dankes, der Freude und des Vertrauens. 

 

 

 

Nach dem feierlichen Auszug begegneten sich die frohgestimmten Menschen auf dem Kirchplatz zum Apéro, musikalisch begleitet von der Musikgesellschaft Niederbüren.

 

Rolf Tihanyi