Oberbüren

Wunderschon thront die Pfarrkirche St. Ulrich über dem Dorf und dem Tal. Ihre erste Vorgängerin ist wahrscheinlich die älteste der St. Galler Stiftslandschaft. Bereits im Jahre 817 wird der Ort Büren im Zusammenhang mit einem Zinsvertrag erwähnt. Im Mittelalter bot der befestigte Kirchenhügel der Dorfbevölkerung Zuflucht in Notsituationen. Auf das Jahr 905 geht die erste Erwähnung einer Kirche zurück. Der Patron unserer Pfarrei ist der heilige Ulrich. 923 wurde der St. Galler Klosterschüler Bischof von Augsburg, wo es ihm gelang, den Ansturm der Ungarn abzuwehren. Daran erinnert die Darstellung des Heiligen hoch zu Ross auf der Westseite unseres Kirchenturmes. Auf den mittelalterlichen Turmstock wurde 1725/26 die achteckige Glockenstube samt der barocken Zwiebelkuppel errichtet.

Die heutige Kirche wurde 1858/59 im Stil der Neuromanik erbaut. 1925/26 wurde jedoch das Innere dem Zeitempfinden nach im neubarocken Stil verändert. Die neueste Errungenschaft ist die dem Kirchenraum perfekt angepasste Pflüger-Orgel, die 1999 feierlich eingeweiht werden konnte. Die Geschichte unserer Pfarrei ist eng mit der wechselvollen Geschichte des Klosters St. Gallen verbunden. Von 1475 bis 1736 regierte die äbtische Dienstadelsfamilie Schenk von Castell. Ihr und den Äbten von St. Gallen verdankt unsere Pfarrei viele Donationen und die geistig-geistliche Prägung. Heute zählt die Pfarrei um die 1300 Katholiken. Zuerst mit Niederbüren, ist sie seit 2001 auch mit Niederwil in einen Seelsorgeverband eingegliedert.

 

Auf der anderen Seite der Thur thront ebenso markant das Benediktinerinnen Kloster St. Gallenberg, Glattburg. Seit 250 Jahren pflegen die Schwestern dort die Ewige Anbetung. 1754 in Libingen im Toggenburg gegründet, zogen die Schwestern 1781 auf die Glattburg nach Oberburen. Ein Spaziergang zum Kloster lohnt sich nicht nur wegen der beeindruckenden, kunsthistorisch schönen Barockkirche, sondern auch wegen dem Klosterladen, der allerhand naturreine Produkte anbietet.