Töffliwallfahrt am 1. Mai 2021

Am Samstag, 1. Mai vor dem Mittag fuhren René Ochsenbein und ich nach einem Reisesegen mit einer Hand voll Jugendlicher los in Richtung Niederuzwil, Rickenbach. Matthias Ehrenzeller unterstützte uns bereits bei den Vorbereitungen, und auch an diesem Tag konnten wir wieder fest auf seine Mithilfe zählen. Er fuhr mit dem Büssli hinterher. Das Wetter versprach nichts Gutes, es war grau und trüb. Nichts desto trotz hofften wir auf eine kleine Besserung am Nachmittag.

Nach einer knappen Stunde kamen wir auf der Iddaburg an. Matthias und seine Kids erwarteten uns bereits mit einem schönen Feuer für die Würste. Gestärkt fuhren wir wieder los nach Dreien, Mosnang, und kamen über Bütschwil nach Wattwil. Hier besuchten wir das Klösterli, heute die Fazenda da Esperança. Fridolin Weber zeigte uns dieses frühere Kapuzinerinnenkloster, in dem heute ehemals suchtkranke Männer eine christliche Lebensgemeinschaft bilden. Jemand aus dieser Gemeinschaft war da und erzählte uns aus seinem Leben.

 Als wir wieder auf das Töffli stiegen, regnete es recht stark. Es war nichts von einer Besserung zu merken. So hatte ein Töffli Anlaufschwierigkeiten, fuhr aber bald wieder. Die Jugendlichen wussten immer am besten, wo der Schuh bzw. der Pneu drückte. Aber auch Matthias war mit dem Büssli stets zur Stelle, wenn es etwas zu flicken gab, so auch später bei einer gerissenen Kette.

 Nach einem kurzen Halt im Kägis Glücksshop in Lichtensteig fuhren wir auf möglichst geradem Weg zurück nach Oberbüren, Niederwil und Niederbüren und waren froh, bald wieder im Trockenen und Warmen zu sein.

 

Es war ein nasser, aber cooler Tag. Mit Jugendlichen aus unseren Pfarreien unterwegs sein, motorisiert aber doch gemütlich, und sich gemeinsam auf ein kleines Abenteuer einlassen, das war die grosse Motivation, die hinter diesem Projekt steckte.

 

                                                                                          Sibylle Spichiger