PATER GREGORY: AUSZEIT IN DER HEIMAT 

 

Miriam Meier überreicht dem scheidenden Priester ein Erinnerungsalbum. 

 

 

Mit einem herzlich und liebevoll gestalteten Gottesdienst verabschiedete sich die Pfarrei Niederbüren von Pater Gregory Polishetti, den es zurück in seine Heimat Indien zieht. Die musikalische Umrahmung der Feier bot der Organist Bruno Sauder mit seinem beeindruckenden Spiel. Eine grosse Abschiedsfeier war wegen Corona nicht möglich. Aber die sehr befriedigende Zusammenarbeit und das herzliche Verhältnis kam stark zum Ausdruck.

 

Separate Abschiedsgottesdienste fanden am selben Wochenende auch in den Pfarreien Oberbüren und Niederwil statt.

 


 (Vroni Krucker)

 

Mit beeindruckenden Worten und Wehmut begrüsste Pater Gregory die Gläubigen in der Pfarrkirche St. Michael und zeigte, dass Abschiednehmen nicht leicht ist. «Ihr seid mir ans Herz gewachsen, ich werde für euch alle beten», sagte er. In seiner Predigt betont er den Wert des Menschen, der nie ganz zufrieden ist, immer mehr und besseres will. Dabei müsste er nur die verborgene Perle des Himmelreichs und den Schatz der Natur erkennen, um Sicherheit und Frieden zu erfahren. Mit herzlichen Worten, die den Schmerz des Abschieds durchblicken liessen, dankte er allen, die ihn in den letzten sechs Jahren unterstützt und ihm den Einstieg in eine neue Welt erleichtert haben, sei es in der Seelsorge, in den Gottesdiensten oder in den Räten.  «Ich bin sehr dankbar, dass man mich immer einbezogen hat in Entscheidungen, meinen Fähigkeiten vertraut und Aufgaben anvertraut hat.  Ich habe viel gelernt in Niederbüren und wunderbare Erfahrungen machen dürfen dank all den guten Geistern, die mir zur Seite gestanden sind. Ich habe die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen geliebt und mich auch an der Kirchenmusik sehr gefreut». Ein bewegendes Dankeschön richtete er an Pater Erich Schädler für die wertvolle Unterstützung und Freundschaft.

 

 

Hoffnung auf ein Wiedersehen

 

Präsidentin und Vizepräsidentin des Kirchenverwaltungsrats, Hedi Zeller und Miriam Meier sowie Brigitte Senn vom Pastoralteam blickten zurück auf das intensive Wirken des Priesters und dankten für sein wertvolles Engagement. Mit seiner Herzlichkeit und seinem fröhlichen, unkomplizierten Wesen habe er die Herzen der Gläubigen sehr schnell erobert. Der besondere Draht zur Ministrantenschar sei super gewesen. Seit dem 1. Januar 2018 war Pater Gregory Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit Oberbüren-Niederbüren-Niederwil und zugleich Pfarreibeauftragter von Niederbüren, eine anspruchsvolle, aber gut gemeisterte Aufgabe.  Als Erinnerung überreichte ihm das Trio ein Fotobuch mit vielen Bildern und persönlichen Texten, gestaltet von der Kassierin Petra Rüttimann. «Wir durften feststellen, dass wir uns in unsrer Verschiedenheit unglaublich gut ergänzen», erklärte Brigitte Senn. Ihm sei nicht nur die Eucharistie ein Herzensanliegen gewesen, sondern auch die Vielfalt in den Gottesdiensten und die Geselligkeit nach anstrengenden Tagen, ebenso das Badmintonspiel und Erholung bei einem feinen Tropfen. «Wer weiss, vielleicht gehen wir wieder einmal ein Wegstück miteinander», hofften die Frauen zum Schluss und wünschten ihm alles Liebe und Gute. Mit langandauerndem Applaus dankten die Anwesenden dem scheidenden Priester.

 

 

Brigitte Senn und rechts Hedi Zeller, Präsidentin KVR

 

 

Fragen an Pater Gregory

 

Was hat Sie in die Schweiz gezogen zur Pallottinergemeinschaft in Gossau?

 

Die internationale Zusammenarbeit war immer das Thema bei den Schweizer Pallottinern, weil die Schweizerprovinz stets kleiner geworden ist. Sie brauchte personelle Unterstützung. In diesem Zusammenhang bin ich angefragt worden, ob ich bereit wäre, in der Schweiz zu arbeiten. Das war für mich ok. Nach Niederbüren kam ich eher zufällig. Nach dem Wegzug von Pater Adrian Willi wurde ich für die Seelsorgeeinheit Oberbüren-Niederbüren-Niederwil eingesetzt.

 

 

Was hat Sie in der Pfarrei Niederbüren besonders fasziniert?

 

Gefallen hat mir ganz besonders die Zusammenarbeit mit so vielen sehr, sehr engagierten Menschen.

 

 

Wie sehen Sie Ihre Zukunft?

 

Ich möchte nach meinem längeren Heimaturlaub gerne wieder in der Schweiz arbeiten, wo ist noch offen (Niederbüren würde ihn mit Handkuss wieder nehmen).