Herzlich willkommen in der Seelsorgeeinheit Oberbüren-Niederbüren-Niederwil

Gedanken zum Hochfest der Erscheinung des Herrn - Epiphanie

 Letzthin war ich zu einer Vollmondfahrt auf den Säntis eingeladen und ich sah einen Nachthimmel voller Sterne. Sterne gibt es aber nicht nur am Himmel. An meinem Christbaum sind Sterne, Hotels präsentieren sich mit Sternen und nun sind die Sternsinger in unseren Pfarreien unterwegs und tragen einen Stern mit sich. „Stars“ sind Menschen, die für die einen weltberühmt sind, für andere sind ihnen liebgewordenen Menschen auch „Stars“. Sind vielleicht auch wir „Stars“ - Sterne des täglichen Lebens für andere, zu denen sie aufblicken? Wann in unserm Leben sind wir für andere ein Stern? Sterne siich manchmal auch sehr weit weg. Man sieht nur ihr Leuchten. Weit weg sind auch viele Menschen unseres Alltags. Menschen, die an den Rändern unserer Gesellschaft leben. Doch gerade vor diesen Menschen sollten wir nicht Halt machen. Die Sternsinger ziehen durch alle Strassen und bringen den Segen Gottes in jedes Haus und zu jedem Menschen. In den ersten Tagen des neuen Jahres seid ihr, liebe Sternsinger, die „Stars“ des Alltags. Ihr bringt Licht und Segen in die Häuser. Ein Dienst, der hohes Ansehen verdient. Wo sind also die Sterne, die „Stars“ des Alltags? Wo bringen diese mit ihrem Leuchten, Licht zu anderen Menschen? Wenn wir mit dem Gedanken, für jemand anderen Licht zu sein, unser Leben durchleben, damit diesem Leuchten Menschen nachgehen können, um den Weg zu finden, dann sind wir ein Stern, der für andere leuchtet.

 

                                                           Rolf Tihanyi, Gemeindeseelsorger